Weitere Maßnahmen

Unterstützung von Umweltverbänden und –projekten

Neben dem eigenen Handeln kann auch das Handeln anderer gefördert werden. So existieren verschiedene Projekte und Verbände im Bereich Umwelt- und Artenschutz, die zum einen Investitionen u.a. für den Erhalt sowie für die Wiederaufforstung von Wäldern und dem damit verbundenen Schutz der in der Umgebung lebenden Arten tätigen und zum anderen Patenschaften z.B. für bestimmte Tierarten anbieten.

Verbände in der Region sind z.B.:

- NABU Schleswig-Holstein

- Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

- BUND Landesverband Schleswig-Holstein

- Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein

Verwendung von Papier- und Holzprodukten mit FSC- oder PEFC- Zertifizierung

Die Abkürzung FSC steht für „Forest Stewardship Counsil", welches 10 Prinzipien und 56 Kriterien beinhaltet. Diese schreiben eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung vor. So ist eine unkontrollierte Abholzung verboten, die Rechte der Ureinwohner und der Arbeitnehmer müssen respektiert werden und die ökologische Funktion des Waldes, inklusive dessen Tier- und Pflanzenwelt, muss erhalten bleiben. Zusätzlich ergänzen Plantagen die Bewirtschaftung von Naturwäldern.

PEFC bedeutet "Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes". Auch diese Institution hat sich dem Schutz des ökologischen Gleichgewichts und der Erhaltung der Wälder verpflichtet. Die Richtlinien umfassen ökologische, soziale sowie wirtschaftliche Aspekte und stehen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

FSC und PEFC zertifizierte Produkte reichen von Holzmöbeln, über Spielzeug und Bücher bis hin zu Toiletten- und Küchenpapier. Weitere Informationen

Tipp: Verwenden Sie, z.B. bei der Kommunikation, digitale Medien. Diese benötigen kein Papier, keine aufwendigen Transportwege und sparen Kosten und Zeit.

Verwendung von Produkten mit dem Rainforest Alliance Siegel

Mit dem Rainforest-Alliance Siegel können Farmen, Forst- oder Tourismusbetriebe, welche in Verbindung mit dem Regenwald stehen, bei Einhaltung von vorgeschriebenen Standards für ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit, erhalten. Dazu zählen verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen, der Schutz natürlicher Ressourcen und vor allem der Erhalt der Artenvielfalt. So dürfen die Betriebe keine Entwaldung betreiben, müssen Wildkorridore und aquatische Schutzzonen schaffen sowie Auswirkungen ihres Wirtschaftens auf nahegelegene Schutzgebiete vermeiden. Ebenso gilt der Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Diese werden gegen invasive Arten geschützt und es müssen Jagdverbote eingehalten werden.

 

Den Schutz und Erhalt von Bienen unterstützen

Honigbienen sind wichtige Bestäuber und damit maßgeblich an dem Erhalt der biologischen Vielfalt beteiligt. Nur wenn Pflanzen bestäubt werden, gibt es genug Samen und Beeren, von denen sich Vögel und andere Tiere ernähren können. Nicht nur die Honigbiene, auch Wildbienen und andere Insekten wie Hummeln, Schmetterlinge und Schwebefliegen sorgen für Artenvielfalt, denn Blütenvielfalt braucht Bestäubervielfalt. Alles was für die Honigbiene gut ist, fördert auch die anderen Bestäuberinsekten. Durch die Verwendung von deutschem Honig kann die regionale Imkerei gefördert und somit auch der Rückgang des Bienenbestandes reduziert werden. Der Deutsche Imkerbund besitzt eigene strengere Anforderungen als die europäischen Mindestvoraussetzungen. Wer es noch nachhaltiger möchte, der greift auf deutschen Biohonig zurück. Dieser hat zusätzliche ökologische Regelungen zur Behandlung der Insekten, zur Ausgestaltung der Behausungen und zu den Anforderungen an die Standortwahl. Diese Website hilft dabei, einen Imker in der Umgebung zu finden.

Tipp: Echter deutscher Imkerhonig ist am grünen Kreuz erkennbar

Biodiversität kommunizieren

Neben dem eigenen Ernährungs- und Nachfrageverhalten spielt auch das der anderen Verbraucher eine wichtige Rolle. Um bewusste Entscheidungen für oder gegen den Konsum bestimmter Produkte, und somit auch für oder gegen die natürliche Vielfalt, treffen zu können, braucht es Hintergrundwissen über die Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Konsumverhalten und auch Entscheidungshilfen. Eine besondere Rolle können dabei die Erlebnisvielfalt, die Fülle an Genüssen und Eindrücken sowie die Möglichkeiten der aktiven Nutzung biologischer Vielfalt im Alltag spielen. Hier haben Gemeinschaftsverpfleger und Gastronomen die Möglichkeit zum einen durch die Gestaltung des Speisenplans und zum anderen durch Infomaterial die Kunden aufzuklären. So können Themenwochen, wie eine vegane oder ökologische Woche, eingeführt oder Aushänge, Plakate oder Flyer gestaltet werden.

Damit letztendlich eine wirksame Kommunikation stattfinden kann, müssen die Mitarbeiter zum Thema Biodiversität sensibilisiert und geschult werden.