Im Vergleich zu älteren Kindern unterscheidet sich die Ernährung von unter dreijährigen Kindern hinsichtlich einiger Aspekte deutlich.

Diese Besonderheiten sind hier aufgeführt:

Säuglinge

Säuglinge:

  • Honig kann Botulinumtoxine enthalten und soll in Speisen für Säuglinge (bis 1 Jahr) nicht enthalten sein.
  • Kuhmilch als Trinkmilch sollte erst gegen Ende des ersten Lebensjahres gegeben werden. In den Milch-Getreide-Breien wird sie hingegen eingesetzt.
  • Blähende oder schwer verdauliche Lebensmittel, z.B. Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Gemüse wie Zwiebeln, sollten schrittweise eingeführt werden
  • Scharfkantige und sehr harte kleine Lebensmittel sind schwer zu kauen und können leicht verschluckt werden. Daher sollen z.B. keine ganzen Nüsse oder kein scharf angebratenes Fleisch angeboten werden.

Abgepumpte Muttermilch:

Die beste Form der Ernährung für Säuglinge in den ersten Monaten ist das Stillen. Muttermilch bietet gegenüber industriell hergestellter Säuglingsmilchnahrung viele Vorteile. Daher sollte es berufstätigen Müttern ermöglicht werden, ihre Kinder im ersten Lebenshalbjahr, auch im Rahmen einer Betreuung durch eine Tagespflegeperson, zu stillen bzw. mit abgepumpter Muttermilch zu versorgen. Das Risiko, dass sich in abgepumpter Muttermilch unerwünschte Keime entwickeln, ist hoch. Die Eltern tragen die Verantwortung für den hygienisch einwandfreien Zustand der Muttermilch sowie die Einhaltung der Kühlkette beim Transport in die Betreuungseinrichtung. Die Tagespflegeperson hingegen trägt die Verantwortung von der Annahme bis zur Verfütterung der Muttermilch.

  • Weitere Informationen gibt es in dem Merkblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): Hinweise zum Umgang mit Muttermilch in der Kita oder Tagespflege, Berlin 2014 www.bfr.bund.de

Quellen:

Bundeszentrum für Ernährung: Ernährung von Säuglingen, Empfehlungen für das erste Lebensjahr, 2017

DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder, 5. Auflage, 3. korrigierter Nachdruck, 2018

Koletzko et al, Aktualisierte Handlungsempfehlungen von „Gesund ins Leben- Netzwerk Junge Familie“ eine Initiative von IN FORM, aktualisiert und erweitert 2016

Kleinkinder

Kleinkinder können fast alles mitessen, außer:

  • Sehr kleine Früchte wie Heidelbeeren, Trauben mit Kernen, Rosinen oder Nüsse. Verschluckungsgefahr!!
  • Rohe, tierische Lebensmittel wie rohes Fleisch, Rohwurst (Salami, Teewurst), Rohmilch(käse), rohe Eier oder roher Fisch. Sie können gefährliche Krankheitserreger enthalten und daraus hergestellte Speisen sollen deshalb immer gut erhitzt werden.
  • Rohe Sprossen oder nicht wieder erhitzte Tiefkühlbeeren. Sie können schädliche Keime enthalten und sollen vor dem Essen immer gut erhitzt werden.

Quellen:

Gesund ins Leben Netzwerk junge Familie: Was Kleinkinder brauchen, 2015

DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder, 5. Auflage, 3. korrigierter Nachdruck, 2018

Koletzko et al, Aktualisierte Handlungsempfehlungen von „Gesund ins Leben- Netzwerk Junge Familie“ eine Initiative von IN FORM, aktualisiert und erweitert 2016

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

Winston Churchill